Mit Kurt Gröger verliert die deutsche Turngemeinde einen ihrer engagiertesten Vertreter.

PXL 20210521 132808281.PORTRAITDer MTV 1846 Gießen verliert nicht nur ein würdiges Ehrenmitglied, sondern auch einen Berater, einen Unterstützer und langjährigen Begleiter. Kurt Gröger war nicht nur als Sportler bereits in jungen Jahren für den Verein aktiver Vertreter, sondern über viele Jahrzehnte hinweg Leitung der Turnabteilung, Trainer erfolgreicher Sportler:Innen und leidenschaftlicher Vertreter des Turnsports im Turngau und auf Verbandsebenen.

Kurt Gröger erbte seine Leidenschaft für den Turnsport von Karl Reuter, dem Gießener Urgestein der Turnerei. In jungen Jahren waren die beiden Männer in engem Kontakt und konnten gemeinsam das Turnen als Breitensport im MTV 1846 Gießen etablieren. Ein Trainer verbringt in der sportlich aktiven Zeit viel mehr Zeit mit dem Sportler als mit der eigenen Familie. Der bewusste Aufbau von Vertrauen führt oft zu einem engen Verhältnis. Das kann hier nur bestätigt werden, denn wir sind unendlich dankbar dafür, dass Kurt Gröger für so viele unserer Sportler:Innen über viele Jahrzehnte eine wichtige Bezugsperson war und teilweise bis heute ist.

Der Mensch stirbt erst dann, wenn niemand mehr an ihn denkt, sagte einst Bertold Brecht. Und wir habe so viele wertvolle Erinnerungen an Kurt Gröger, dass er noch lange in unserem Gedächtnis verweilen wird.

Wenn eine Turnerin das erste Mal die Jahnturnhalle des MTV 1846 Gießen betrat, wurde ihr schnell klar, dass es viel Arbeit und Training bedeutete, in die Turngruppe von Kurt Gröger aufzusteigen. Kurt Gröger konnte im MTV 1846 Gießen Mannschaften aufbauen, die den Verein bis auf Landesebene vertraten. Seine Trainingseinheiten konnte man nicht nur in der Jahnturnhalle genießen, sondern auch auf vielen übergeordneten Lehrgängen und Freizeiten. Auf Meisterschaften, Turnfesten und bei Jahnwettkämpfen waren die Turnerinnen des MTV 1846 Gießen unter seiner Leitung erfolgreiche Vertreterinnen bis auf Bundesebene. Er konnte es sogar erreichen, dass in seiner Jahnturnhalle Meisterschaften ausgetragen wurden Seine Worte: „Du bist nicht nur gut, Du bist guterer!“ waren ständige Herausforderung, sein Bestes zu geben.  „sag nicht, Du kannst das nicht, denn Du kannst das NOCH nicht!“ brachten sicherlich nicht wenige seiner Schützlinge zu ungeahnten Erfolgen.

 

PXL 20210520 111055218Als Vertreter der mittelhessischen Turnerfamilie war Kurt Gröger immer allgegenwärtig. Er war als stellvertretender Vorsitzender im Turngau Mittelhessen Ansprechpartner nicht nur für die Belange der Vereine, er nahm an unendlich vielen Veranstaltungen teil, um immer vor Ort die Sportler und Funktionäre für ihre Leistungen und ihr Engagement zu ehren. Es war ihm immer wichtig, dass ein Lob und Dank nicht nur in Worten, sondern auch durch entsprechende Medaillen, Urkunden und Anstecknadeln ausgedrückt wurde. Kurt war also immer unterwegs. Für den Turngau Mittelhessen quer durch den Kreis Gießen und den Vogelsberg, aber auch hessenweit im Auftrag des HTV. Aus seinen Erzählungen geht hervor, dass viele Wegbegleiter ihn auch noch Jahre nach der gemeinsamen Tätigkeit liebevoll erinnerten und sich dankbar zeigten für seine einfühlsamen Anleitungen und Einführungen in den Turnsport.

Sein Engagement ging über die Tätigkeit als Trainer hinaus auch auf die Kampfrichterseite, wo er gekonnt die präsentierten Übungen bewertete oder auch die Startschussanlage zum Beispiel auf Bergturnfesten pflichtbewusst betreute. Auch für das deutsche Sportabzeichen war Kurt Gröger geschulter Prüfer, die Sportabzeichengruppe des MTV Gießen lag ihm am Herzen und wurde durch ihn unterstützt und gefördert. Er kannte immer alle neuen Übungsbeschreibungen für die Geräte und hatte viele Tipps und unkonventionelle Tricks auf Lager, um die neuen Techniken zu vermitteln. Wer erinnert nicht den sich überschlagenden Gymnastikstab, mit dem der Handstandüberschlag ganz einfach vorgeführt wurde, um nur ein Beispiel zu nennen, wie er es immer verstand, mit einfachsten Mitteln komplexe Bewegungsstrukturen zu vereinfachen.

Seine Trainertätigkeit im Frauenturnen durfte Kurt Gröger allerdings erst ausführen, nachdem er seine große Liebe Mizzi geehelicht hatte. Mizzi gab ihm immer uneingeschränkten Rückhalt, denn es erforderte nicht nur viel Freizeit, so große Erfolge zu erreichen, sondern auch viel Kraft, um auch dann weiterzumachen, wenn einmal Rückschläge zu verkraften waren. Und seine liebe Mizzi war es auch immer, die die entsprechenden Torten zu den legendären Geburtstagsfeiern des Kurt Gröger gebacken hat zu denen regelmäßig unzählige Gratulanten erschienen.

Nachdem sich Kurt Gröger nach und nach aus der Verantwortlichkeit für den Turnsport zurückgezogen hatte, verblieb er über viele Jahre noch als Berater, Botschafter und Informant. Seiner großen Leidenschaft Turnen blieb er so lange treu, bis sein Verstand dieser Leidenschaft nicht mehr folgen konnte. Oft sah man dann aber das Leuchten in seinen Augen, wenn er sich in guten Momenten der schönen Zeiten erinnerte, die er in seiner Turnhalle erlebt hatte. Kurt Gröger hat unzählige Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, das ihm wichtigste war sicherlich sein Bundesverdienstkreuz, das er in Ehren hielt und nur selten neugierigen Besuchern zeigte.

Sein Wirken aber bleibt bis heute zu spüren, ihm und seinen Werten bleiben wir gerne treu.

Für die Turnabteilung des MTV 1846 Gießen,

Johanna Seen

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